Von Roll Areal Bern

Wettbewerb 2004 Die Strategie „3012“ sieht die räumliche Konzentration der Universität Bern im Längsgasquartier vor. Die Universität profitiert hierbei sowohl von der Zentrumsnähe, als auch von ihrer Lage im Wohnquartier. Hierbei sollte auch das Wohnquartier von den universitären Einrichtungen profitieren. Der neue Campus für die naturwissenschaftlichen Fakultäten auf dem von Roll Areal stärkt das Image einer Stadtuniversität“. Ein neuer „Cluster“ entsteht als Teil eines universitären Netzwerkes, welches sich über das Längsgasquartier erstreckt.

Die Gebäudestruktur der naturwissenschaftlichen Fakultäten auf dem von Roll-Areal fügt sich selbstverständlich in das gewachsene Stadtquartier ein und nimmt Rücksicht auf die vorgefundenen städtebaulichen Gliederungen und Maßstäbe. Dabei wird eine Durchlässigkeit zwischen dem Längsgasquartier und dem sich im Nord-Westen anschließenden Bremgartenwald erreicht. Das offen gestaltete Erdgeschoss nimmt die öffentlichen Nutzungen auf, welche auch von Anwohnern und nicht universitären Einrichtungen genutzt werden können. All dies stärkt die Verknüpfung mit dem bestehenden Wohnquartier und führt zu einer hohen Akzeptanz der Universität. Der Campus besitzt einen ganz eigenen Charakter, welcher seine Bedeutung als naturwissenschaftliches Zentrum widerspiegelt.

Die Modularität der Baustruktur gewährleistet Nutzungsvariabilität und eine Realisierbarkeit in beliebigen Bauabschnitten. Die Funktionsschichtung von Hörsälen und Bibliotheken im Sockel und Laboren, Seminarräumen und Büros in den Obergeschossen ergibt in jeder Baustufe eine sinnvolle Nutzungsmischung.

Das Ziel der Nachhaltigkeit wird durch die Trennung von Primärsystem, Sekundärsystem und Tertiärsystem verfolgt. Im Primärsystem werden Tragwerk, Technische Gebäudeausrüstung und Gebäudehülle weitgehend nutzungsneutral entwickelt.