Neubau Ost Klinikum Nord Nürnberg

Wettbewerb 2004 Das Klinikum Nord in Nürnberg wurde 1893-1897 als Pavillonanlage errichtet, deren Bettenpavillons sich beidseitig einer grünen Mittelachse gruppieren. Den Auftakt der Mittelachse bildet das Verwaltungsgebäude, in die Mittelachse eingestellt sind Operationsgebäude und Badehaus, der Abschluss wurde von Kesselhaus und Wirtschaftsgebäude gebildet.

Der Entwurf nimmt die wesentlichen Elemente der historischen Anlage auf. Die Mittelachse wird zu einer grünen Magistrale weiterentwickelt. An die Magistrale lagern sich einzelne Baukörper an, deren klare Form und maßvolle Höhenentwicklung die Qualitäten der Pavillonanlage bewahren. Die parkartigen Grünräume zwischen den Baukörpern prägen die Atmosphäre von außen wie auch von innen. Bestehende Bäume werden größtenteils erhalten und durch frei angeordnete Baumgruppen ergänzt. Die Nutzungen des Neubaus Ost nehmen die drei südlich der Magistrale liegenden Baukörper ein und erhalten somit eine enge Verbindung zur bestehenden Medizinischen Klinik, deren Liegendkrankeneingang mit genutzt werden kann. Die beiden nördlich der Magistrale angeordneten Baukörper zeigen die Möglichkeit späterer Erweiterungen auf.

Der Haupteingang in Form einer großzügigen Halle in der Mittelachse bietet in allen Entwicklungsstufen eine eindeutige Orientierung. In der Zielplanung wird der zentrale Durchgang durch das Verwaltungsgebäude wiederhergestellt, Baumfelder beidseitig des Verwaltungsgebäudes bilden eine ruhige Raumkante.

Der Entwurf stellt Kontinuität her, indem die Struktur der Pavillon-Anlage von 1897 aufgenommen und durch eine mittige Magistrale weiterentwickelt wird. Maßstäblichkeit, Belichtung und Grünbezug bleiben als wesentliche Qualitäten des Bestands erhalten. Der Qualität der geriatrischen Pflegestationen wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Bettenzimmer - mit Loggia und natürlich belichtetem Bad - sind um einen begrünten Innenhof gruppiert, über den der Aufenthaltsraum und die Flure Tageslicht erhalten. Der gesamte Bereich liegt im Blickfeld des Stützpunktes.