Kinder- und Frauenklinik Heidelberg

Wettbewerb 2002 Das Planungsgebiet wird zum einen durch die südwestliche Beziehung zum Neckar geprägt, zum anderen vom nördlich angrenzenden Gartenland. Beide Bezüge prägen den Entwurf.

Die Auflösung der Kinderklinik und des Frauengesundheitszentrums in drei zylindrische Baukörper ordnet die Kliniken formal der Uferlandschaft zu und stellt eine breite Durchlässigkeit des gesamten Klinikrings nach Süden und Westen her. Der Patientenpark bleibt räumlich und klimatisch geöffnet, alle Pflegebereiche von Kopfklinik, Medizinischer Klinik und späterer Chirurgischer Klinik bewahren Durchblicke und haben stets die umlaufende Schauseite der Kinderklinik vor Augen. Aus der streifigen Parzellenform des nördlichen Gartengeländes wird im Blockinneren eine Geländemodellierung entwickelt, die ein Tiefgeschoss überdeckt, Höfe bildet und die unterschiedlichen Anschlusshöhen des Bestandes integriert.

Die Gruppierung der drei Zylinder auf bewegtem Grund stellt ein hohes Maß an formaler Eigenständigkeit her und setzt sich von der rationalistischen Haltung der Umgebung ab. So entsteht ein der Planungsaufgabe angemessener spielerisch-heiterer Ausdruck von unverwechselbarer Identität.

Die bauliche Gliederung entspricht der funktionalen Ordnung: die Pflegebereiche sind in den zylindrischen Körpern untergebracht, die Untersuchungs- und Behandlungsbereiche verbergen sich unter der Geländemodellierung. Die Kreisform des Pflegebereichs erzeugt für Intensivpflege und Intensivüberwachung optimale Blickbeziehungen und stellt gute Verbindungen zwischen den Pflegegruppen her.

Landschaft wird als Prinzip des Baulichen eingesetzt, begründet durch die Lage des Planungsgebiets in den Neckarauen. Ringe und Wellen verleihen der Kinderklinik innen und außen eine spielerisch lockere Atmosphäre.