Chirurgisch-Operatives Zentrum Erlangen

Wettbewerb 2001 - 1. Preis Das städtebauliche Konzept für das Chirurgisch-Operative Zentrum stellt eine Neuordnung des Stammgeländes her, die durch klare Baumassenverteilung, einfache Wegeführung und moderate Gliederung geprägt ist. Wesentliches Ordnungselement ist die Erschließungszone, die das Chirurgisch-Operative Zentrum in Nord-Süd-Richtung durchzieht und einen engen Verbund mit der Magistrale des Nicht-Operativen Zentrums herstellt, sowie auch Frauenklinik und Zahnklinik einbezieht.

Parallel zur Magistrale, entlang der Östlichen Stadtmauerstraße, entwickelt sich das Bettenhaus der Chirurgie in Form von zwei um einen Hof gruppierten Pflegestationen mit dazwischen liegendem Patientengarten. Den westlichen Teil des Geländes nimmt der Funktionstrakt ein, der den bestehenden OP-Flügel zu einem kammförmig gegliederten Komplex ergänzt und sich mit seiner Entwicklungsachse dem Schlossgarten zuwendet. Auf diese Weise wird dem Funktionstrakt ausreichend Raum zugewiesen, der erforderlich ist, um der Funktion und der Bedeutung des Chirurgisch-Operativen Zentrums gerecht zu werden.

Das Konzept des Bettenhauses erfordert Offenheit für unterschiedliche Entwicklungsoptionen des Chirurgisch-Operativen Zentrums. Sie ergeben sich aus mehreren möglichen Modellen für den Erhalt des Bestands. Das Bettenhaus erreicht durch die Einordnung in den vorhandenen Straßenraum ein sehr hohes Maß an Integration. Patienten und Personal erleben sie als ein Element der Normalität im Klinikbetrieb. Die Anordnung der Bettenstation um begrünte Innenhöfe fördert Kontakt und Kommunikation. Die helleren Flure laden zum Flanieren und Verweilen ein. Dadurch wird gleichzeitig die Mobilität der Patienten unterstützt.

Bei der Planung der Bettenzimmer wird dem Bedürfnis der Patienten nach Rückzug und Individualität Rechnung getragen. Die Schränke im Zugangsbereich sind mobil und können bei Verlegung eines Patienten mitgeführt werden.