NEUBAU DES BETTENGEBÄUDES B5
UNIVERSITÄTSKLINIKUM REGENSBURG

Wettbewerb 2015, Anerkennung Der Neubau des Bettengebäudes B5 des Universitätsklinikums Regensburg ist als Kubus konzipiert, der die Kammstruktur des Klinikums abschließt. Damit fügt sich der Neubau in die Systematik des Gebäudekomplexes ein, mit der an den anderen End- und Eckpunkten der Magistralachsen ebenfalls Kuben positioniert sind, die Kinderklinik und die Zahnklinik.

Die Erschließung folgt den Prinzipien des Klinikums, indem die Magistrale in derselben Breite wie im Bestand fortgesetzt und an das Bettenhaus B5 herangeführt wird. Durch das seitliche Andocken an die Verlängerung bleibt deren Sichtbezug in die Landschaft erhalten. Gleichzeitig entsteht ein ausreichender Gebäudeabstand zum Gebäude B4, insbesondere für den südlichen Abschnitt, in dem sich Bettenzimmer befinden. Durch die Form des Kubus bleibt der östliche Teil des Flügels B3 ebenfalls in seiner freien Lage unbeeinträchtigt.

Der Neubau B5 fügt sich in die umgebende Höhenstruktur ein. Das Magistralelement nimmt die Höhe von B3 auf, der Kubus endet mit der Dachkante von B4. Der südliche Teil der Dachebene, der keine Nutzflächen enthält, wird mit einem Dachkranz gefasst. So entsteht ein leichter, aufgelöster Endpunkt, ohne dass die Klarheit des Kubus verloren geht.

Die Fassaden des Neubaus sind in rot eingefärbtem Beton vorgesehen, der nicht nur die grundsätzlich beim Universitätsklinikum Regensburg eingesetzten Fassadenfarben aufnimmt, sondern durch Massivität und murale Wirkung auf die zitierten Elemente Haus und Dach verstärkter eingeht.

Die gewählte Bauform lässt im östlichen Bereich des Baugrundstücks einen Freiraum entstehen, der für einen kanzelförmigen Patientensitzplatz genutzt wird, von dem man einen weiten Ausblick genießt.