NEUBAU DES FUNKTIONSTRAKTS DES OPERATIVEN ZENTRUMS (OPZ)
UNIVERSITÄTSKLINIKUM ERLANGEN

Wettbewerb 2012 Das Operative Zentrum des Universitätsklinikums Erlangen stellt sich als Gesamtkomplex dar, in dem Funktionstrakt und Bettenhaus zu einer baulich-funktionalen Einheit verschmolzen sind. Dieser neue Baublock hat die Dimension eines Quartiers und fügt sich so in die Stadtstruktur ein. Zum Maximiliansplatz wird eine durchgängige, kraftvolle Raumkante gebildet, die mit der Realisierung des Ideenteils eine ruhige Fortsetzung erhält. Ziel dieser Raumbildung ist es, die Qualität des Maximiliansplatzes als städtischen Platzraum klar zu definieren und in seiner Wahrnehmungs- und Nutzungsqualität zu steigern. Der südliche Abschluss des Internistischen Zentrums erhält dadurch eine klare Kante. Der neue Maximiliansplatz ist das städtische, steinerne Verbindungselement zwischen dem Grünzug des Nordgeländes und dem Schlossgarten, der durch den Patientengarten des Operativen Zentrums angebunden wird. Entlang der Krankenhausstraße wird eine offene, im Erdgeschoss durchlässige Bebauung vorgeschlagen, die eine Raumkante schafft, ohne die Durchlässigkeit der Freibereiche einzuschränken.

Der Funktionstrakt schließt unmittelbar und mit derselben Gebäudehöhe an das Bettenhaus an. Die Fassaden des Bettenhauses mit leibungsbetonten Lochfenstern werden in einer variierten Form weitergeführt. Der Haupteingang am Maximiliansplatz ist ebenfalls mit maßvollen Mitteln gestaltet. Hier beginnt die Haupterschließung des Operativen Zentrums in Form einer Magistrale, die sich nach Westen zum Patientenpark hin öffnet. Durch die Hinwendung zum Park gewinnt der Funktionstrakt seine besondere Qualität: eine natürlich belichtete Haupterschließung mit einfacher Orientierung, Wartezonen direkt am Patientengarten, eine Cafeteria mit Ausblick und Sitzbereich im Park, ein kleiner Hörsaal mit Foyer innen und außen.

Eine wesentliche Entwurfsidee ist die Grünverbindung des Schlossgartens mit dem Nordgelände. Vom Schlossgarten aus gelangt man durch den Patientengarten entlang der Magistrale des Funktionstrakts zum Maximiliansplatz, der den Übergang zum Nordgelände herstellt. Dabei erlebt man unterschiedliche Freiraumqualitäten: den großflächigen Park, den Patientengarten mit vielfältigen Aufenthaltsbereichen und den städtisch geprägten Maximiliansplatz.