Hochschule für Technik Stuttgart

Wettbewerb 2009 Der Neubau der Hochschule für Technik Stuttgart ergänzt das Gebäude Kienestrasse 45 zu einem Baublock, der die Reihe der kompakten Blöcke entlang der Breitscheidstraße fortsetzt. Der 2. Bauabschnitt wird von einem multifunktional nutzbaren Kubus gebildet, der den westlichen Grundstücksbereich einnimmt. Er ist mit großzügiger Transparenz in den auf Straßenniveau angehobenen Raum eingestellt, der mit dem Platz der Deutschen Einheit zusammenwirkt. Die Höhenentwicklung der Gebäude folgt der Topografie.

Der Straßenraum der Breitscheidstraße erhält ein neues Raumprofil und wird zur Flanierzone, die den Stadtgarten mit dem Platz der Deutschen Einheit verbindet. Eine zweite Fußgängerachse wird von der Liederhalle zur Schellingstraße ausgebildet.

Der Neubau bildet zusammen mit der Kienestrasse 45 eine gestalterische und funktionale Einheit, die sich um ein gemeinsames Atrium entwickelt. Das neue Ensemble präsentiert sich mit seinem Haupteingang und einem großzügigen Ausstellungsbereich zur Breitscheidstraße. Ein weitere Zugang liegt an der neuen Fußgängerverbindung zwischen Schellingstraße und Liederhalle, das Atrium stellt die Durchlässigkeit des Komplexes her. Ein klares inneres Erschließungssystem mit natürlich belichteten und belüfteten Fluren ermöglicht eine leichte Orientierung und eine gute Auffindbarkeit aller Nutzungen. Aufzüge und Treppen sind in einer Kernzone parallel zur Breitscheidstraße angeordnet, die eine barrierefreie Zugänglichkeit von Neubau und Altbau herstellt.

Für die Nutzungen werden entsprechend ihrer spezifischen Anforderungen Raumtypen entwickelt, denen zusammenhängende, frei unterteilbare Bereiche zugewiesen werden. Damit sind hohe Flächeneffizienz und gute Umnutzungsfähigkeit gegeben.