Dienstleistungszentrum am Rennstallweg Meran

Wettbewerb 2008 – 5. Preis Ziel der Planung ist es, in einem ansprechenden Ensemble für die drei Nutzungen - Etschwerke AG, Stadtwerke Meran AG und Stadtgemeinde Meran - einladende Räume für den Publikumsverkehr und qualitätsvolle Arbeitsplätze mit optimalen Betriebsabläufen zu schaffen.

Die funktionale Gliederung ist in der Bauform ablesbar. Das Erdgeschoss gliedert sich in drei flexibel teilbare Hallen mit Werkstätten und Lagern, die den unterschiedlichen Nutzern zugeordnet sind. Die dazwischen liegenden Anlieferhöfe sind überdeckt, damit das benachbarte Wohngebäude vom Schall abgeschirmt wird. Im Obergeschoss werden die drei Bereiche durch eine Bürospange überspannt. Die Entwicklung der Bürospange in die Tiefe des Grundstücks lässt Distanz zu Schnellstraße und Bahntrasse entstehen. Dabei hält der Riegel einen guten Abstand von der Wohnanlage.

Der Büroriegel wird mit einer großflächig verglasten Fassade umhüllt. Für den außenliegenden Sonnenschutz werden mobile Elemente vorgesehen, die aufgrund der vorherrschenden Fallwinde windsicher ausgeführt werden.

Für die drei Erdgeschosskörper wird eine Holzfassade gewählt. Dabei steht das Material Holz in Verbindung mit der aktuellen Nutzung, ist ein regionaler und regenerativer Baustoff und ermöglicht Vorfertigung. Lichthöfe gewährleisten gute Belichtung und natürliche Belüftung der Flure. Hier findet Querlüftung für die klimatisch bedeutsame Nachtauskühlung des Gebäudes statt. In der Mittelzone sind Kerne, gemeinsam genutzte Flächen und Schächte angeordnet.

Die Dachflächen werden extensiv begrünt, in den Glasüberdachungen der Erdgeschosshöfe sind Photovoltaikzellen integriert. Das Raumprogramm wird in allen Bereichen erfüllt.

Bauliches Konzept und Energiekonzept sind zu einem gesamtheitlichen Gebäudekonzept zusammengeführt. Der Einsatz von innovativen Systemen zur Energiegewinnung und Energieeffizienz soll Vorbildfunktion erhalten. Zu diesem Zweck wird der Kopf der Bürospange als Projektionsfläche ausgebildet. Sie ist nicht nur repräsentatives Element mit Hinweis auf die Nutzer, gut sichtbar von der Tangentiale und der Bahntrasse, sondern es kann sich auch das Gebäude vorstellen mit den Komponenten seines Energiekonzepts, mit Darstellung seiner Nutzungen und der Umsetzung seines vorbildlichen Energiekonzepts – Geothermie, Wärmepumpe, Photovoltaik, Solarthermie und CO²-Einsparung.