Chirurgie Universitätsklinikum Dresden

Wettbewerb 1997 - 1. Preis Für die Weiterentwicklung der Medizinischen Akademie Dresden zum Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität wurde 1993 ein Gesamtkonzept entwickelt, das Standorte für Kliniken und Institute, sowie für Grün- und Freiflächen aufweist. Teil dieses Konzeptes ist das Operative Zentrum, dessen Neubau mit einem bestehenden OP-Trakt und einem später zu sanierenden Bettenhaus eine Einheit bildet.

Die bauliche Gliederung des Neubaus entspricht der funktionalen Ordnung. Die Untersuchungsbereiche bilden kammartig ausgeformte, rot verputzte Sockelbauten. Der Pflegetrakt legt sich als transparente Spange darüber und wird vom metallischen Kubus des Labortrakts ergänzt. Den oberen Abschluss des Gebäudes bildet die abgehobene Plattform des Hubschrauberlandeplatzes. Die eingesetzten Elemente und deren Maßstäblichkeit korrespondieren mit dem bestehenden Bettenhaus, dem sich der neue Pflegetrakt präzise gegenüberstellt.

Das städtebaulich-funktionale Zusammenrücken des Operativen Zentrums eröffnet die Chance, den angrenzenden Grünraum zu schonen, der sich als großer Patientengarten mit den Parkanlagen im Umfeld der historischen Pavillongebäude verbindet.

Die Nutzungsverteilung verbindet gute Erreichbarkeit aller Abteilungen für Patienten mit Anforderungen an die betriebliche Organisation. Von der Eingangshalle aus führt eine Magistrale zu den Ambulanzen und großzügige Treppen- und Aufzugsräume in die Bettenstationen.

Alle Patientenwege und Wartezonen verfügen über natürliche Belichtung und bieten erholsame Ausblicke in den Park.Die Operationssäle erhalten durch den Sterilflur Tageslicht, um auch dort möglichst gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Die bestehenden Gebäude, Operationstrakt und Bettenhaus, werden durch einen Neubau ergänzt, der dem dominanten Altbau gegenübertritt und sich durch Maßstäblichkeit und Gliederung mit dem Bestand verknüpft. Es entsteht ein Ensemble mit eigener Identität.

Alle Bettenzimmer des Pflegebereichs sind nach Westen zum Park orientiert. Geschosshohe Verglasungen ermöglichen den Patienten einen ungestörten Ausblick.