Besucherzentrum Herkules Kassel

Wettbewerb 2005 Nach einer Fahrt durch die weite Landschaft taucht der Besucher in einen dichten Wald ein. Von den Lichtungen der Parkfelder bewegt er sich durch die Bäume. In einer Fuge aus Beton folgt der Besucher der Parkachse. Im dunklen Zuschlag aus Tuffstein klingt die Materialität der Parkarchitekturen an. Durchblicke auf das Herkulesbauwerk leiten den Besucher.

Wie Flusssteine liegen Betonkörper im Besucherstrom. Es bilden sich Nischen, welche die Betonkörper umspülen. Sie sind mit weißem Holz ausgekleidet. In den Nischen befinden sich die Kasse, der Laden und das Cafe. Zwischen den Betonkörpern ist das Rauschen von Wasser zu hören. Durch eine Audioinstallation wird der Besucher auf das Parkerlebnis eingestimmt. Der Park wurde durch das Wasser gestaltet. Dennoch ist er durch die Abwesenheit des Wassers geprägt. Nur in der Zeit der Vorführungen ist die Bewegung des Wassers zu erleben. Durch ein räumliches Mehrkanalverfahren wird das Rauschen der großen Kaskade aufgenommen und zeitverzögert im Besucherzentrum wiedergegeben. Während der Vorführungen im Park ist es im Besucherzentrum still.

Mit dem Eindruck des rauschenden Wassers taucht der Besucher auf einer großen Treppe vor dem Herkulesbauwerk auf. Die offene Lichtung des Herkulesplateau wird durch eine geschlossene Waldsilhouette eingefasst. Auf der weiten Wiese liegen wie Findlinge das Aufseherhaus und die Bauhütte. Dazwischen verläuft im Boden die Fuge des Besucherzentrums. Wie ein Fels erhebt sich das Herkulesbauwerk. Der Besucher steigt durch die zerklüfteten Mauern zur Aussicht auf.
Im Besucherzentrum ist das Echo des Wassers zu hören. Durch ein räumliches Mehrkanalverfahren bekommt der Besucher den Eindruck, durch das Rauschen der großen Kaskade zu gehen.