Krankenhaus Innichen

Wettbewerb 2004 – 2. Preis Der Erweiterungsbau des Krankenhauses Innichen ist dem hohen Mittelflügel des Bestandes als ruhiger quadratischer Baukörper angefügt und relativiert damit die Höhe des bestehenden Flügels.

Die nördliche Seite des Neubaus führt die Straßenflucht des denkmalgeschützten Köck-Hauses fort und lässt eine Aufweitung entstehen, die den gegenüberliegenden Häusern zugute kommt. Die Westseite der Erweiterung begrenzt den quartiers- internen Garten südlich des Köck-Hauses, der durch diese Fassung an Intimität gewinnt.

Der Neubau fügt sich mit seiner Erschließungshalle an den Mittelflügel des Bestandes an. Zäsur und Durchgang stellen das frühere ‘Schelmengangl‘ wieder her.
Die Position des Erweiterungsbaus lässt ein vernetztes System von spezifischen Freiräumen entstehen. In Nord-Süd-Richtung ist die Aufweitung der Herzog-Tassilo-Straße durch die Halle mit dem Pfarrgarten und dem landschaftlich geprägten Park verbunden, in Ost-West-Richtung gelangt man vom quartiersinternen Patientengarten in den Innenhof des bestehenden Krankenhauses und zum Personalwohnheim.

Die Wegeführung im Gebäude ist übersichtlich, durch die zweigeschossige Halle sind alle wichtigen Bereiche und Kerne zu erreichen. Auch in den einzelnen Abteilungen wird einer guten Orientierung große Bedeutung zugemessen. Die Qualität der Erschließungsräume wird durch Tageslicht und durch vielfältige Ausblicke in die reizvolle Umgebung geprägt.

Auf die Eigenart des Orts mit ehemaligem Kloster, Pfarrhaus und Kirchen vor der Silhouette der Berge wird mit einem ruhigen Kubus reagiert, dessen Holzfassade an Maßstäblichkeit und Materialität der Umgebung anknüpft.