Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum Universitätsklinikum Dresden

Wettbewerb 2004 - Ankauf Das Diagnostisch-Internistisch-Neurologische Zentrum schließt den vom Bestand gebildeten Grünraum nach Süden mit einer klaren Raumkante ab. Gleichzeitig wird die breite Vorzone des westlich gelegenen historischen Bestandes weitergeführt, indem die Sockelspange des Neubaus diese Bauflucht aufnimmt. Diese räumliche Aufweitung weist auf den Haupteingang der neuen Klinik hin und wird in der inneren Erschließung fortgeführt. Die Obergeschosse des Neubaus sind nach Süden als drei ablesbare Baukörper ausgeformt, dadurch werden Gliederungsprinzipien und Maßstäblichkeit des Bestandes als entwurfs-prägende Elemente aufgenommen. Auf der Südseite des Gebäudes wird eine Erschließungsstraße angelegt, die als Allee mit den bestehenden Bäumen die Verbindung von der Klinikstraße zur östlichen Parallelstraße herstellt.

Die Gliederung des Gebäudes entspricht seinem funktionalen Aufbau. Die langgestreckte Sockelspange nimmt als hoch flexibler Funktionstrakt die Untersuchungs- und Behandlungsbereiche auf. Darüber sind die gegliederten Pflegetrakte (High Care) zu erkennen, die sich mit breiten Höfen nach Süden öffnen.

Die dem Funktionstrakt auf der Parkseite vorgelagerte Halle nimmt die Haupterschließung auf und korrespondiert mit der Gartenhalle der Kinder- und Frauenklinik.

In den Pflegebereichen öffnen sich die Patientenaufenthaltsräume zum Park, die Bettenzimmer sind introvertiert um einen Lichthof gruppiert. Es entsteht eine Differenzierung zwischen gemeinschaftlichen und individuellen Bereichen.

Die Transparenz der Eingangsebene zum Park kompensiert die Enge des Baugrundstücks. Orientierung und Raumqualität werden in den Untersuchungsebenen durch begrünte Lichthöfe gefördert.