Neubau Klinik
Krankenhaus Bozen

Ideen- und Realisierungswettbewerb 1999 und 2000 - 1. Preis Neubau eines Erweiterungsgebäudes mit Haupteingang, Patientenaufnahme, Serviceeinrichtungen, Poliambulatorien, Notfallbereich, Radiologische Diagnostik, Kardiologie, Operation 16 Säle, Zentralsterilisation, Intensivstation 40 Betten, Allgemeinpflege 180 Betten, Hubschrauberdachlandeplatz

Das Krankenhaus Bozen wird als eigenständiges Feld innerhalb der umgebenden Kulturlandschaft definiert, das sich mit klar ablesbaren Kanten von den Grünbereichen abgrenzt, und als Klinikquartier eine eigene, der Bedeutung des Krankenhauses entsprechende Identität entwickelt.
Die Setzung von Gebäudegruppen innerhalb des Klinikquartiers in Ergänzung zum bestehenden Krankenhaus lässt Freiräume unterschiedlicher Prägung entstehen und sorgt für einen starken Grünbezug der Erweiterungsbauten. Gliederung und Höhenentwicklung der Neubaumodule sind moderat und überschaubar und schaffen zusammen mit Belichtung und Durchgrünung eine patientenfreundliche Atmosphäre.

Die Wege der Patienten und Besucher im Krankenhaus sind klar strukturiert und einfach auffindbar: vom Platz mit Bushaltestelle und Tiefgarage gelangt man durch den Haupteingang in die Magistrale, eine natürlich belichtete und durchgrünte Verteilerhalle, die mit Information, Läden und Bars das einladende und belebte Zentrum der Klinik bildet. Direkt von der Magistrale sind die wichtigsten ambulanten Einrichtungen zugänglich, sowie die Aufzugsgruppen mit denen alle Untersuchungs- und Behandlungsbereiche und Pflegestationen in Alt- und Neubauten zu erreichen sind. Die Magistrale wird von einem Glasdach abgeschlossen, das auf einer weit gespannten Trägerkonstruktion ruht.

Die kammartige Struktur der Neubaumodule lässt ungestörte Fachabteilungen entstehen, in denen die Trennung von ambulanten und stationären Fluren weitergeführt wird. Ver- und Entsorgungswege und haustechnische Erschließung werden in das Untergeschoß verlagert. Unter der Magistrale verläuft eine Längserschließung mit AWT-Trasse, über die der gesamte Güterverkehr abgewickelt wird.

Die Magistrale ist gleichzeitig die Entwicklungsachse der Klinik, entlang dieser Haupterschließung können von Osten nach Westen Baustufen gebildet werden. Die modulare Gliederung der Neubauten ermöglicht eine unkomplizierte Abschnittsbildung und ist hinsichtlich längerfristiger Nutzungsentwicklungen flexibel.

BGF:58.920 m²
PLANUNG:2002-2009
REALISIERUNG:2008-2017